Laubmulchen ist bei Rasenliebhabern und Gärtnern beliebt, weil es Nährstoffe zurück in den Boden bringt. Indem du das Laub klein häckselst und verrotten lässt, entsteht ein natürlicher Dünger, der das Gras stärkt und den Boden verbessert. Aber wenn du es falsch machst, kann Mulchen deinem Rasen mehr schaden als nützen.
Auch wenn Mulchen eigentlich super ist, solltest du ein paar typische Fehler unbedingt vermeiden. Hier sind zehn davon – plus Tipps, wie du sie leicht umgehst.
1. Zu viel Mulch: Die erstickende Decke
Ein häufiger Fehler ist, dass die Mulchschicht zu dick wird. Wenn die Blätter nach dem Häckseln mehr als 7–8 cm hoch liegen, bilden sie eine dichte Schicht, die Luft, Wasser und Licht vom Gras fernhält. Das führt zu kahlen Stellen und Pilzbefall.
Besser: Achte darauf, dass die Mulchschicht nur 2–5 cm dick ist. So kann der Rasen noch atmen und trotzdem profitieren.
2. Nasses Laub liegen lassen
Feuchtes Laub verklumpt schnell zu einer schweren Matte, die das Gras erstickt. Besonders nach Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit ist das ein Problem. Solche feuchten Schichten fördern Schimmel und Fäulnis.
Mulche am besten trockenes Laub. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, verteile nasses Laub dünn, damit es schneller trocknet.
3. Mit stumpfen Messern mulchen
Stumpfe Messer reißen Blätter nur in große Stücke, die viel langsamer verrotten. Dadurch entstehen dicke Brocken, die das Gras abdecken und faulen können.
Halte deine Mähmesser scharf – mindestens einmal pro Saison schleifen. So werden die Blätter fein zerkleinert und verrotten gleichmäßig.
4. Laub am Baumstamm aufhäufen
Viele schieben das Laub rund um den Stamm – klingt praktisch, schadet aber. Die dicke Schicht hält Feuchtigkeit direkt am Holz, was Fäulnis und Schädlinge anzieht.
Besser: Eine dünne, lockere Schicht um Bäume herum verteilen, damit Luft dran kommt und nichts fault.
5. Zu große Blätter mulchen
Manche Blätter, z. B. von Eichen, sind hart und groß. Wenn sie nicht ordentlich zerkleinert werden, bilden sie eine Schicht, durch die Wasser und Nährstoffe nicht mehr in den Boden gelangen.
Tipp: Verwende einen Mulchmäher mit hoher Drehzahl oder häcksle die Blätter vorher mit einem Laubhäcksler.
6. Nicht auf die Blattsorte achten
Nicht jedes Laub ist gleich. Walnussblätter zum Beispiel enthalten Stoffe, die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen können. Manche Blätter verrotten langsamer als andere.
Mische am besten verschiedene Blätter, damit sich alles gleichmäßig zersetzt, und vermeide Laub von Bäumen mit problematischen Inhaltsstoffen.
7. Ohne Rechen direkt mulchen
Wenn du über einen dicken Laubhaufen einfach nur drübermähst, bleiben ungleichmäßige Haufen zurück, die das Gras ersticken.
Nimm dir kurz Zeit, die Blätter gleichmäßig zu verteilen. Danach kannst du sie viel effektiver mulchen.
8. Falsche Schnitthöhe beim Mähen
Die Höhe des Mähers spielt eine große Rolle. Zu tiefes Mähen schwächt den Rasen und macht ihn anfällig für Krankheiten. Steht der Mäher zu hoch, werden die Blätter nicht richtig zerkleinert.
Die ideale Höhe liegt bei ca. 6–8 cm. So wird das Gras nicht gestresst, und die Blätter werden fein gehäckselt.
9. Zur falschen Zeit mulchen
Wenn du zu früh im Herbst mulchst, sind die Blätter oft noch zu feucht. Zu spät im Jahr fehlt dann die Zeit, bis sie vor dem Winter verrotten.
Am besten mulchst du in der Mitte des Herbstes: trockenes Laub, vor dem ersten Frost.
10. Klima und Wetter ignorieren
Je nach Region musst du deine Mulchgewohnheiten anpassen. In regenreichen Gegenden solltest du öfter mulchen, damit sich kein nasser Filz bildet. In trockenen Gegenden reicht es seltener.
Behalte Wetter und Klima im Blick und passe dein Mulchen daran an.

