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8 heimliche Feinde von Kolibris am Futterspender – und wie du sie schützt

Garten
By Karin Klein
6:03 am
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Die winzigen Kolibris, die blitzschnell um deinen Futterspender schwirren, wirken, als könnten sie fast allem ausweichen. Trotzdem gibt es im Garten jede Menge Räuber, die gelernt haben, sie zu erwischen. Ob auf deiner Veranda im Süden, in einem schattigen Garten in Texas oder in Florida: Gefahr lauert oft genau dort, wo du sie am wenigsten erwartest.

Wenn du weißt, worauf du achten musst, ist das der erste Schritt, um deine kleinsten Besucher zu schützen. Hier kommt ein Überblick über die heimlichsten Gefahren und einfache Wege, wie du deine Futterstellen sicherer machst.

1. Hauskatzen

© SPNL

Kaum etwas verdirbt einen ruhigen Morgen schneller, als die Katze der Nachbarn zu entdecken, die wie ein flauschiger kleiner Attentäter unter deinem Futterspender kauert. Katzen stehen ganz oben auf dieser Liste, weil sie in Nordamerika zu den größten Gefahren für kleine Vögel gehören und jedes Jahr Hunderte Millionen töten.

Kolibris schweben oft relativ niedrig oder setzen sich kurz zum Ausruhen hin. Damit geraten sie genau in Sprungweite. Eine Katze, die sich in Sträuchern oder hohem Gras versteckt, kann zuschlagen, bevor der Vogel überhaupt merkt, was passiert.

Um das Risiko zu senken, hängst du Futterspender am besten mindestens anderthalb Meter über dem Boden auf und hältst mehrere Meter Abstand zu Zäunen, niedrigen Ästen oder dichtem Bewuchs, wo eine Katze lauern könnte. Wenn du Büsche rund um die Futterstelle zurückschneidest, nimmst du ihr diese perfekten Verstecke.

Falls es deine eigene Katze ist, kann ein Sicherheitshalsband mit Glöckchen Vögel warnen, auch wenn das keine sichere Lösung ist. Am zuverlässigsten ist es, Katzen drinnen zu lassen, besonders zu den Hauptfütterungszeiten bei Sonnenaufgang und in der Dämmerung.

Mit ein bisschen Planung beim Standort wird dein Garten für Kolibris nicht zur Jagdzone, sondern zu einem sicheren Zwischenstopp.

2. Gottesanbeterinnen

© x.com

Es klingt wie aus einem Albtraum, aber eine Gottesanbeterin kann tatsächlich einen Kolibri aus dem Hinterhalt packen und töten. Diese geduldigen Jäger sitzen vollkommen reglos auf oder neben Futterspendern und verschmelzen farblich mit den Kunststoffblüten, bis ein Vogel nah genug herankommt.

Große Arten, darunter die in südlichen Gärten verbreitete, nicht heimische Chinesische Gottesanbeterin, sind stark genug, einen schwebenden Kolibri zu greifen und festzuhalten. Ist der kleine Vogel erst einmal gefangen, entkommt er nur selten.

Die gute Nachricht: Angriffe von Gottesanbeterinnen zu verhindern, ist einfach und kommt ganz ohne Chemie aus. Schau deinen Futterspender morgens kurz an und setz jede Gottesanbeterin, die du findest, vorsichtig auf eine Pflanze weit weg von der Futterstelle.

Verzichte außerdem darauf, große blühende Sträucher direkt an den Pfahl des Futterspenders zu pflanzen, denn solche Stellen dienen Gottesanbeterinnen als perfekte Startrampe. Futterspender in Farben, mit denen sie sich schlechter tarnen können, machen es dir ebenfalls leichter, sie zu entdecken.

Grundsätzlich sind Gottesanbeterinnen im Garten nützlich, weil sie Blattläuse und andere Schädlinge fressen. Du musst sie also nicht töten. Ein paar Meter weiter umgesetzt, können alle im Garten weiter ihren Job machen.

3. Habichte und Falken

© Project FeederWatch

Manchmal siehst du nur einen Federblitz und eine kleine Daunenwolke, wenn ein Greifvogel an deinem Futterspender zuschlägt. Kleine, schnelle Jäger wie der Spitzschwanzhabicht oder der Merlin sind auf die Jagd nach anderen Vögeln spezialisiert, und ein gut besuchter Kolibri-Futterspender ist für sie im Grunde ein Buffet.

Anders als Bodenräuber greifen diese Jäger aus der Luft an. Höhe und ein offener Standort schützen deine Besucher deshalb nicht. Sobald sie merken, dass es in deinem Garten leichte Beute gibt, lernen sie den Ablauf und kommen immer wieder zurück.

Habichte und Falken darfst du nicht verletzen, und ehrlich gesagt solltest du das auch gar nicht wollen, denn sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Stattdessen geht es darum, das Muster zu unterbrechen, das sie anlockt.

Wenn du Futterspender in der Nähe schützender Sträucher platzierst, haben Kolibris eine Fluchtroute, in die sie blitzschnell verschwinden können, sobald ein Greifvogel auftaucht. Mehrere Futterspender an unterschiedlichen Stellen verteilen außerdem die Aktivität, sodass keine einzelne Station zur verlässlichen Jagdzone wird.

Wenn ein Greifvogel weiter seine Kreise zieht, kannst du die Futterspender für ein paar Tage abnehmen. Oft zieht er dann weiter und jagt woanders.

4. Schlangen

© Birds and Blooms

Für eine hungrige Kletternatter ist ein glatter Pfahl kein großes Hindernis. Genau so entdecken viele Gärtner im Süden plötzlich eine Schlange, die sich um ihren Futterspender gelegt hat. In warmen Bundesstaaten wie Florida und Texas bleiben Schlangen einen großen Teil des Jahres aktiv und merken schnell, wo sich Vögel sammeln.

Meist haben sie es auf Kolibris abgesehen, die sich zum Fressen oder Ausruhen hinsetzen. Dann schlagen sie aus einer eingerollten Position am Pfahl oder von einem nahen Ast aus zu. Auch brütende Weibchen und ihre Eier sind gefährdet, wenn Futterspender dicht an Sträuchern hängen.

Ein am Pfahl befestigter Schutzkegel, wie man ihn auch gegen Eichhörnchen nutzt, kann das Hochklettern für Schlangen deutlich erschweren. Wenn der Futterspender frei steht und nicht direkt neben Zäunen oder überhängenden Ästen hängt, entfernst du die Brücken, über die Schlangen ihn erreichen könnten.

Räume regelmäßig Laub, Holzstapel und hohes Gras rund um die Futterstelle weg. So haben Schlangen weniger Verstecke, von denen aus sie warten können. Die meisten Schlangen, die du findest, sind harmlos und helfen sogar gegen Nagetiere. Umsiedeln statt verletzen ist daher meistens die klügere Wahl.

Schon ein paar Änderungen beim Standort können verhindern, dass diese Kletterkünstler deinen Futterspender in eine Snackstation verwandeln.

5. Größere Vögel wie Häher und Grackeln

© thebirdwatchermi

Rüpel gibt es auch mit Federn: Blauhäher, Grackeln und sogar Trupiale platzen gern in jede Kolibri-Party. Sie jagen die winzigen Vögel zwar nicht immer gezielt, aber größere Arten bedrängen sie, blockieren das Zuckerwasser und schnappen gelegentlich sogar einen Kolibri oder plündern ein nahegelegenes Nest.

Grackeln können besonders in Gärten in Texas ziemlich aufdringlich werden. Sie tauchen in lauten Schwärmen auf und vertreiben Kolibris manchmal komplett. Der ständige Stress und die Konkurrenz können deine kleinsten Besucher dauerhaft vergraulen.

Hier helfen Futterspender, die wirklich nur für Kolibris gedacht sind. Modelle ohne Sitzstangen zwingen Vögel zum Schweben, was größere Arten nicht bequem können. Kleine Trinköffnungen halten außerdem größere Schnäbel draußen.

Vermeide auch Schalen oder Plattformen als Zusatz, denn genau solche Standplätze lieben Häher und Grackeln. Wenn du Kolibri-Futterspender getrennt von deinen Samen-Futterstellen aufhängst, reduzierst du den Andrang großer Vögel in diesem Bereich.

Falls dominante Vögel trotzdem alles übernehmen, versuch einen Futterspender zwischen blühenden Kletterpflanzen oder hängenden Körben zu platzieren. Dort fühlen sich Kolibris besser geschützt.

Wenn deine winzigen Gäste einen Platz bekommen, der für größere Vögel unpraktisch ist, bleibt es friedlicher und das Zuckerwasser gehört wieder den richtigen Besuchern.

6. Barsche und Frösche im Gartenteich

© Huntington Beach Tree Society

Diese Gefahr erwartet fast niemand: das Wasserelement, das du eigentlich nur wegen der schönen Optik angelegt hast. Große Frösche und sogar Barsche in Gartenteichen wurden schon dabei beobachtet, wie sie Kolibris packten, die tief über die Wasseroberfläche flogen, um zu trinken oder zu baden.

Kolibris lieben ein schnelles Bad und streifen oft knapp über flaches Wasser. Damit geraten sie in Reichweite eines großen Ochsenfroschs, der am Rand wartet. Das passiert blitzschnell und bleibt meistens unbemerkt, bis du später die Spuren entdeckst.

Wenn du einen Teich in der Nähe deiner Futterspender hast, gib Kolibris lieber eine sicherere Badestelle: zum Beispiel einen sanften Sprühnebel oder einen flachen, sprudelnden Brunnen. Bewegtes Wasser auf einer Steinfläche lässt sie trinken, ohne in die Angriffszone eines Froschs hinabzumüssen.

Halte außerdem die Teichränder kurz und offen. So können Frösche schlechter genau dort lauern, wo Vögel landen. Wenn du Futterspender und Wasserstellen etwas von den tiefsten Teichbereichen entfernt platzierst, überschneiden sich die Gefahrenzonen weniger.

Mit ein paar cleveren Anpassungen kannst du sowohl deinen Teich als auch deine Kolibris genießen, ohne dass beides auf unglückliche Weise zusammenkommt.

7. Spinnen und ihre Netze

© Pop’s Birding

Ein Spinnennetz, das in der Morgensonne glitzert, sieht harmlos aus, kann für einen Kolibri aber gefährlich werden. Große Radnetzspinnen, die in südlichen Gärten häufig vorkommen, bauen Netze, die stark genug sind, einen kleinen Vogel zu verheddern. Ein gefangener Kolibri kann dann zur Beute der Spinne werden oder einfach im Netz sterben.

Kolibris sammeln tatsächlich Spinnenseide, um ihre Nester zu bauen. Deshalb halten sie sich von Natur aus in der Nähe von Netzen auf, was das Risiko erhöht, versehentlich hineinzufliegen. Besonders winzige Jungvögel sind gefährdet.

Wenn du morgens kurz durch den Futterbereich gehst und große Netze in der Nähe von Futterspendern und Blühpflanzen entfernst, macht das einen echten Unterschied. Du musst nicht jede Spinne vertreiben, sondern nur die Netze beseitigen, die direkt in den Flugwegen hängen.

Achte besonders auf Netze zwischen Sträuchern, Verandageländern und hängenden Körben, durch die Kolibris mit hoher Geschwindigkeit sausen. Mit einer langstieligen Bürste oder einem Besen ist das schnell erledigt.

Spinnen sind weiterhin nützlich, weil sie Gartenschädlinge fressen. Du musst also keine Angst vor ihnen haben. Es reicht, ihre Netze aus den regelmäßigen Flugrouten deiner kleinen Flitzer herauszuhalten.

8. Insekten wie Bienen, Wespen und Ameisen

© Gardening Know How

Nicht jede Gefahr will deine Kolibris fressen, aber Insektenschwärme können sie trotzdem vertreiben oder sogar verletzen. Bienen, Wespen und Ameisen werden von Zuckerwasser magisch angezogen, und in der Hitze des Südens können sie einen Futterspender innerhalb weniger Stunden übernehmen.

Aggressive Wespen stechen manchmal Kolibris, die trinken wollen, während eine dichte Masse von Ameisen den Nektar verunreinigt und die Öffnungen komplett blockieren kann. Ein klebriger, überfüllter Futterspender wird schnell unbrauchbar für genau die Vögel, für die er gedacht war.

Zum Glück ist Gegenwehr angenehm unkompliziert. Ein Ameisenschutz, also ein kleines mit Wasser gefülltes Schälchen oberhalb des Futterspenders, hält krabbelnde Ameisen davon ab, überhaupt bis zum Nektar zu gelangen.

Gegen fliegende Insekten helfen Futterspender mit integriertem Bienenschutz. Verzichte außerdem möglichst auf gelbe Akzente, denn diese Farbe zieht Wespen oft besonders an. Wenn du Tropfen wegwischst und die Außenseite des Futterspenders sauber hältst, verschwindet auch der süße Duft, der die Insekten anlockt.

Den Futterspender alle paar Tage ein Stück zu versetzen, kann Insekten ebenfalls die Spur verderben. Mit diesen kleinen Maßnahmen bekommen deine Kolibris ihre Mahlzeit in Ruhe, statt gegen einen summenden Schwarm kämpfen zu müssen.

  • Sophia ist eine professionelle Astrologe, die sich in ihrer Kindheit erstmals zur Astrologie hingezogen fühlte. Bereits im Alter von acht Jahren begann sie damit, Geburtsdaten und Sonnenzeichen für jeden aufzuzeichnen, der bereit war, sie mit anderen zu teilen. Sophia begann ihre formalen astrologischen Studien am College für humanistische Astrologie

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