Wenn die Sommerhitze langsam nachlässt, ist der September der perfekte Zeitpunkt, um an deinen Herbstgarten zu denken. Viele sehen den Herbst als Ende der Gartensaison, aber in Wahrheit ist er die beste Gelegenheit, Gemüse anzubauen, das kühle Temperaturen liebt. Mit der richtigen Planung kannst du den ganzen Herbst über frisches Gemüse aus deinem eigenen Garten genießen.
Herbstgärtnern bringt einige Vorteile mit sich: Weniger Schädlinge, weniger Krankheiten und die frische Luft macht die Arbeit noch angenehmer. Außerdem sind viele Herbstgemüse echte Nährstoffbomben und geben deinen Mahlzeiten das gewisse Etwas. Egal, ob du schon lange gärtnerst oder gerade erst anfängst – diese 12 einfachen Gemüsesorten bringen dir eine reiche Ernte.
Die Vorteile von Herbstgemüse
Wenn du im Herbst pflanzt, verlängerst du deine Erntesaison. Viele Sorten kannst du bis spät in den Herbst oder sogar bis in den Winter hinein ernten – je nach Region. Das spart dir nicht nur Geld, sondern sorgt auch für frisches Gemüse, wenn es im Supermarkt oft teurer wird.
Ein weiterer Vorteil: Mit den kühleren Temperaturen verschwinden viele Schädlinge von selbst. Du brauchst weniger Pflanzenschutz und deine Pflanzen wachsen natürlicher. Und dann sind da noch die gesundheitlichen Aspekte – Grünkohl, Spinat oder Brokkoli strotzen nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen.
So bereitest du deinen Garten vor
Bevor du loslegst, räum alte Sommerpflanzen und abgestorbene Reste raus, damit sich keine Schädlinge oder Krankheiten festsetzen. Lockere die Erde bis ca. 30 cm tief und mische etwas Kompost oder gut verrotteten Mist ein.
Check den pH-Wert deiner Erde – die meisten Herbstgemüse mögen es leicht sauer bis neutral (6,0–7,0). Falls nötig, kannst du mit Kalk oder Schwefel nachhelfen. Achte außerdem auf einen Standort mit genug Sonne – die meisten Sorten brauchen 6–8 Stunden am Tag.
Radieschen: Schnell und unkompliziert
Radieschen sind perfekt für Anfänger. Schon nach 25–30 Tagen kannst du die ersten ernten – ideal für mehrere Runden pro Saison. Sie mögen lockere, gut durchlässige Erde und fühlen sich in voller Sonne am wohlsten. Einfach alle zwei Wochen neue Samen aussäen und du hast immer Nachschub.
Spinat: Der Nährstoffklassiker
Spinat wächst am besten bei 10–15 Grad und verträgt sogar leichten Frost, der ihn oft noch süßer macht. Voll mit Vitaminen A, C und K sowie Eisen und Kalzium ist er ein echtes Powerfood. Achte darauf, den Boden feucht zu halten und ernte die äußeren Blätter regelmäßig, damit er immer weiter wächst.
Grünkohl: Robust und gesund
Grünkohl wird im Herbst so richtig stark. Je kälter es wird, desto besser schmeckt er. Vollgepackt mit Vitaminen und Antioxidantien ist er ein echtes Superfood. Pflanze ihn mit genügend Abstand, halte den Boden feucht und ernte von unten nach oben.
Karotten: Süß und knackig
Karotten brauchen lockere Erde, sonst werden sie krumm. Sie sind reich an Beta-Carotin und damit super für deine Augen und dein Immunsystem. Halte den Boden gleichmäßig feucht und dünne die Pflänzchen rechtzeitig aus, damit sie genug Platz haben.
Rote Bete: Bunt und vielseitig
Ob gekocht, gebraten oder roh im Salat – Rote Bete ist ein echter Allrounder. Auch die Blätter kannst du wie Mangold verwenden. Achte auf genügend Abstand beim Pflanzen und halte die Erde feucht. Ernte die Knollen, wenn sie 2–7 cm groß sind, dann sind sie am zartesten.
Steckrüben: Völlig unterschätzt
Steckrüben liefern dir sowohl essbare Knollen als auch Blätter. Sie sind schnellwachsend, vitaminreich und brauchen nicht viel Pflege. Schon nach 30–60 Tagen kannst du die ersten ernten.
Salat: Knackig und frisch
Im Herbst kannst du wunderbar verschiedene Salatsorten pflanzen – vom Kopfsalat bis zum Römersalat. Sie mögen kühle Temperaturen, brauchen aber gleichmäßige Feuchtigkeit. Du kannst Blätter nach Bedarf pflücken oder ganze Köpfe ernten.
Brokkoli: Klassiker für kühles Wetter
Brokkoli wächst am besten im Herbst und liefert dir viele Vitamine und Antioxidantien. Schneide die große Mitte, bevor sich die Blüten öffnen – danach bildet er kleine Seitentriebe, die du nach und nach ernten kannst.
Blumenkohl: Vielseitig und lecker
Blumenkohl ist reich an Vitaminen und perfekt für Suppen, Aufläufe oder als Reisersatz. Pflanze ihn mit viel Abstand, halte die Erde gleichmäßig feucht und ernte die Köpfe, solange sie fest und geschlossen sind.
Knoblauch: Jetzt pflanzen, nächstes Jahr ernten
Knoblauch setzt du im Herbst, erntest ihn aber erst im nächsten Sommer. Einfach die Zehen einzeln 5–7 cm tief in die Erde stecken, mit etwas Abstand. Über Winter hilft eine Mulchschicht, die Knollen zu schützen.
Erbsen: Herbstsnack aus dem Garten
Erbsen sind leicht zu ziehen, brauchen aber eine Rankhilfe. Pflanze sie in Reihen, halte den Boden feucht und ernte, sobald die Schoten prall sind. Je öfter du erntest, desto mehr kommen nach.
