Impatiens, auch als Fleißige Lieschen bekannt, sind bei Gärtnern super beliebt, wenn schattige Gartenbereiche dauerhaft Farbe bekommen sollen. Mit ihrem üppigen Laub und den vielen Blüten verwandeln sie selbst unscheinbare Ecken schnell in ein echtes Highlight. Damit deine Impatiens aber gesund bleiben und ununterbrochen blühen, brauchen sie etwas gezielte Pflege – besonders dann, wenn die Sommerhitze stärker wird.
Der Juni ist für Impatiens eine entscheidende Zeit, denn jetzt wechseln sie von den milden Frühlingsbedingungen in die Wärme des Sommers. Genau jetzt solltest du dafür sorgen, dass deine Pflanzen gut auf steigende Temperaturen und mögliche Schädlinge vorbereitet sind. Mit diesen acht wichtigen Pflegetipps bleiben deine Impatiens die ganze Saison über kräftig, gesund und voller Blüten.
1. Kürze lange, dünne Triebe jetzt ein, damit die Pflanzen buschiger wachsen
Impatiens können schnell lang und sparrig werden, wenn sie nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden. Wenn du die Triebe Anfang Juni einkürzt, regst du einen buschigeren Wuchs und mehr Blüten an. Knipse mit Daumen und Zeigefinger die oberen zwei bis fünf Zentimeter jedes Triebs ab, direkt oberhalb eines Blattknotens. Dadurch bildet die Pflanze an dieser Stelle zwei neue Triebe und wächst insgesamt voller und kompakter.
Regelmäßiges Ausknipsen sorgt nicht nur dafür, dass deine Impatiens ordentlich und schön in Form bleiben. Es fördert auch die Blütenbildung, weil die Pflanze ihre Energie stärker in neue Knospen statt in übermäßig viel Blattmasse steckt.
2. Gib ihnen im Juni eine kräftige Nährstoffgabe für wochenlange Blütenpracht
Damit Impatiens kräftig wachsen und immer wieder neue Blüten bilden, ist regelmäßiges Düngen wichtig. Gib ihnen Anfang Juni einen ausgewogenen, wasserlöslichen Dünger mit einem N-P-K-Verhältnis von 10-10-10 oder 20-20-20. Mische den Dünger nach Packungsanleitung an und gieße ihn an die Pflanzenbasis, wenn die Erde bereits feucht ist.
Diese Düngergabe versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen, stärkt die Wurzeln und unterstützt eine reiche Blüte. Wiederhole das Düngen während der Wachstumszeit alle zwei bis drei Wochen, damit deine Impatiens üppig bleiben und ohne Pause weiterblühen.
3. Gewöhne dir jetzt regelmäßiges Gießen an, bevor die Sommerhitze Stress verursacht
Impatiens reagieren empfindlich auf zu viel Wasser, aber auch auf Trockenheit. Deshalb ist eine gleichmäßige Gießroutine entscheidend. Wenn es im Juni wärmer wird, gieße deine Impatiens am besten früh morgens gründlich, sodass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, aber nicht nass und staunass wird. Als Richtwert gilt etwa zweieinhalb Zentimeter Wasser pro Woche – passe die Menge je nach Regen und Luftfeuchtigkeit an.
Prüfe die Bodenfeuchte, indem du deinen Finger etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde steckst. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Gleichmäßige Feuchtigkeit verhindert Welken und gibt den Pflanzen alles, was sie für gutes Wachstum und viele Blüten brauchen.
4. Frische müde Kübel mit neuer Erde und mehr Platz auf
Wenn deine Impatiens in Töpfen oder Kübeln wachsen und etwas schwächeln, kann es Zeit sein, die Erde zu erneuern. Nimm die Pflanzen vorsichtig aus ihren Gefäßen und schau dir die Wurzeln an. Wirken sie stark gedrängt oder kreisen sie bereits im Topf, solltest du sie in größere Gefäße umsetzen.
Ersetze die alte Blumenerde durch eine frische, hochwertige Mischung mit guter Drainage, zum Beispiel mit Perlite oder Vermiculit. So bekommen die Wurzeln wieder Nährstoffe, Luft und Platz zum Wachsen – und deine Pflanzen werden gesünder und blühfreudiger.
5. Stell Impatiens aus der prallen Sonne in hellen, gesprenkelten Schatten
Impatiens fühlen sich in lichtem Schatten am wohlsten und können leiden, wenn sie zu viel direkte Sonne abbekommen. Stehen deine Pflanzen an einem Platz mit harter Nachmittagssonne, solltest du sie an einen schattigeren Ort umstellen, zum Beispiel unter einen Baum oder in die Nähe einer überdachten Terrasse.
Das richtige Licht – hell, aber indirekt – reduziert Stress und fördert die Blütenbildung. Schon ein cleverer Standortwechsel kann einen großen Unterschied machen, wenn es um Gesundheit und Aussehen deiner Impatiens geht.
6. Kontrolliere regelmäßig auf Mehltau, Fäulnis und Schädlinge, bevor sie sich ausbreiten
Im Juni solltest du deine Impatiens besonders aufmerksam auf Krankheiten und Schädlinge prüfen. Echter Mehltau, Wurzelfäule sowie Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben können sich schnell ausbreiten und deinen Pflanzen stark zusetzen.
Sieh dir das Laub regelmäßig an und achte auf weiße, pudrige Flecken, Welkeerscheinungen oder Insekten. Wenn du etwas entdeckst, handle möglichst schnell mit passenden biologischen oder chemischen Mitteln. Gute Luftzirkulation rund um die Pflanzen und Gießen direkt an der Erde statt über die Blätter helfen, viele typische Probleme zu vermeiden.
7. Entferne verblühte Blüten und gelbe Blätter, damit die Pflanzen voller Energie bleiben
Das Ausputzen, also das Entfernen verblühter Blüten, regt Impatiens dazu an, neue Blüten zu bilden. Außerdem verhinderst du so die Samenbildung, die der Pflanze Energie entzieht. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig und knipse verwelkte Blüten einfach ab.
Entferne auch gelbe Blätter, denn sie können auf Stress oder Nährstoffmangel hindeuten. Wenn du die Pflanzen sauber und frei von abgestorbenem Material hältst, können sie ihre Kraft besser in frisches Wachstum und neue Blüten stecken.
8. Mulche und halte die Erdoberfläche sauber, um Feuchtigkeit zu speichern und Krankheiten vorzubeugen
Eine Schicht organischer Mulch rund um deine Impatiens hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten, die Temperatur auszugleichen und Unkraut zu unterdrücken. Verwende zum Beispiel Rindenmulch, Stroh oder Kompost und verteile eine etwa fünf bis acht Zentimeter dicke Schicht um die Pflanzenbasis. Achte aber darauf, die Stängel nicht direkt zu bedecken.
Mulch hilft außerdem, bodenbürtige Krankheiten zu reduzieren, weil weniger Wasser und Erde auf die Blätter spritzen. Entferne regelmäßig abgefallene Blätter und Pflanzenreste, damit die Umgebung gesund bleibt und das Krankheitsrisiko sinkt.







