Gärtnern ist nicht nur ein Hobby – es ist eine Kunst und eine Wissenschaft, mit der du dir eine grüne Oase im eigenen Garten schaffst. Neue Pflanzen zu kaufen macht zwar Spaß, kann aber schnell teuer werden. Zum Glück gibt es eine natürliche Methode, mit der du deinen Garten erweitern kannst, ohne Geld auszugeben: das Teilen von Pflanzen. Dabei teilst du eine ausgewachsene Pflanze in kleinere Stücke, die jeweils zu einer neuen Pflanze heranwachsen können.
Das Teilen von Pflanzen ist nicht nur kostensparend, sondern auch gesund für deinen Garten. Wenn du lernst, wann und wie du deine Pflanzen teilst, bleibt dein Beet üppig und vital. Diesen Monat sind die Bedingungen perfekt, um deinen Garten kostenlos zu vermehren, indem du diese 11 Pflanzen teilst.
1. Warum Pflanzen teilen: Mehr als nur Geld sparen
Das Teilen von Pflanzen bringt viele Vorteile. Ältere Pflanzen werden dadurch verjüngt und wachsen wieder kräftiger. Wenn Pflanzen zu dicht stehen, konkurrieren sie um Nährstoffe, Wasser und Licht – das führt zu weniger Blüten und schwächeren Pflanzen. Teilen schafft Platz und sorgt für gesünderes Wachstum.
Außerdem kannst du durch Teilen das Ausbreiten besonders wuchernder Stauden kontrollieren und so verhindern, dass sie deinen Garten überwuchern. Durch geschickt verteilte Teilstücke entsteht ein ausgewogenes und schönes Gartenbild. Ein weiterer Vorteil: Du erhältst die genetischen Eigenschaften deiner Lieblingssorten und kannst sie über Jahre hinweg erhalten.
2. Der richtige Zeitpunkt: Timing ist alles
Die beste Zeit zum Teilen der meisten Stauden ist im Frühjahr oder Herbst, wenn die Pflanzen nicht aktiv wachsen. In diesen Phasen sind die Temperaturen milder und das Risiko von Transplantationsschocks geringer. Viele Pflanzen sollten alle drei bis fünf Jahre geteilt werden, manche sogar häufiger.
Achte auf Zeichen wie weniger Blüten, ein kahler werdendes Zentrum oder wenn die Pflanze ihren Platz sprengt. Teilst du zur richtigen Zeit, wachsen die Stücke kräftig an und entwickeln sich gesund an ihrem neuen Standort.
3. Hostas: Perfekt für Einsteiger
Hostas sind beliebt in schattigen Gärten wegen ihrer großen Blätter und Pflegeleichtigkeit – und sie lassen sich super einfach teilen. Am besten machst du das im Frühjahr, wenn die neuen Triebe gerade erscheinen.
Grabe die Pflanze vorsichtig aus, teile den Wurzelballen mit einem Spaten oder Messer in Stücke, die jeweils mindestens ein Auge haben. Setze sie wieder in derselben Tiefe ein, gieße gut an – fertig.
4. Taglilien: Mehr Blütenpracht fürs Beet
Taglilien sind bekannt für ihre leuchtenden Blüten und Robustheit. Sie sollten alle drei bis fünf Jahre geteilt werden, am besten im Spätsommer oder Frühherbst nach der Blüte.
Grabe den Horst aus, trenne die Blätterfächer samt Wurzeln auseinander und pflanze sie mit dem Kronenansatz auf Bodenniveau wieder ein. Halte 45–60 cm Abstand, damit sie sich gut entwickeln.
5. Iris: Ein Trick für traumhafte Frühjahrsblüten
Iris bringen wunderschöne Farben in den Garten. Sie sollten alle drei bis fünf Jahre geteilt werden, ideal im Spätsommer.
Nimm die Rhizome aus der Erde, entferne kranke Teile und schneide gesunde Stücke mit Blättern und Wurzeln ab. Pflanze sie flach mit den Blättern Richtung Sonne, in 30–45 cm Abstand.
6. Pfingstrosen: Blütenfreude verdoppeln
Pfingstrosen können Jahrzehnte alt werden, profitieren aber alle zehn Jahre von einer Teilung, vor allem wenn die Blüte nachlässt. Der beste Zeitpunkt ist der Frühherbst.
Grabe die Pflanze vorsichtig aus, wasche die Wurzeln frei und teile den Ballen so, dass jedes Stück mindestens 3–5 Augen hat. Pflanze sie mit den Augen 5 cm tief ein und achte auf gute Belüftung.
7. Ziergräser: Bewegung und Struktur für lau
Ziergräser bringen Dynamik in jedes Beet, sollten aber alle drei bis fünf Jahre geteilt werden, damit sie nicht zu groß werden. Teile sie im Frühjahr, bevor der Neuaustrieb beginnt.
Grabe den Horst aus, teile ihn mit einem Spaten in mehrere Stücke und pflanze sie wieder in derselben Tiefe ein.
8. Sedum: Sukkulenten ganz einfach vermehren
Sedum (Fetthenne) liebt sonnige Plätze und ist extrem leicht zu teilen. Am besten im Frühjahr, wenn neues Wachstum sichtbar wird.
Grabe die Pflanze aus, trenne die Rosetten oder Stängel mit Wurzeln und setze sie in lockeren, durchlässigen Boden. Halte 15–30 cm Abstand, damit sie sich gut ausbreiten können.
9. Astilbe: Farbtupfer für den Schatten
Astilben mit ihren gefiederten Blüten lieben den Schatten und sollten alle drei bis vier Jahre geteilt werden – am besten im Frühjahr oder Herbst.
Teile die Pflanze mit einem Spaten in kleinere Stücke, jedes mit Knospen und Wurzeln. Pflanze sie wieder in humusreichen, feuchten Boden und halte 45–60 cm Abstand.
10. Schafgarbe: Trockenheitsresistent und leicht zu teilen
Schafgarbe ist robust, trockenheitsverträglich und sollte alle drei bis fünf Jahre geteilt werden. Am besten im Frühjahr oder Herbst.
Heb die Pflanze mit einer Grabegabel aus, trenne sie per Hand oder Messer in Stücke und pflanze sie 30–60 cm voneinander entfernt wieder ein.
11. Christrosen: Winterblüher zum Vermehren
Christrosen (Helleborus) bringen Farbe in den Wintergarten. Sie lassen sich am besten nach der Blüte im späten Frühjahr teilen, etwa alle fünf bis sechs Jahre.
Grabe die Pflanze aus, trenne die Wurzeln vorsichtig und setze die Teilstücke wieder in humusreiche Erde, 45 cm voneinander entfernt.
12. Monarde: Mehr Futter für Bienen
Monarde (Indianernessel) ist ein Magnet für Bestäuber. Teile sie alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, um sie vital zu halten und Mehltau vorzubeugen.
Grabe den Horst aus, teile ihn mit einem Spaten in kleinere Stücke und pflanze sie in die Sonne, in lockere Erde, mit 45–60 cm Abstand.
