Brennholz zu lagern klingt eigentlich simpel – trotzdem machen viele dabei Fehler, die zu schlechterem Brennverhalten, Schädlingsbefall oder sogar Schäden am Haus führen können. Wenn du dein Holz richtig lagerst, bleibt es trocken, brennt effizient und sorgt für Wärme und Sicherheit in deinem Zuhause.
1. Holz direkt am Haus stapeln
Klar, es ist praktisch, Holz an die Hauswand zu lehnen. Aber so lockst du Termiten, Ameisen oder andere Schädlinge direkt ins Haus – und im schlimmsten Fall entsteht auch noch Brandgefahr. Besser: Lagere dein Holz mindestens 1 Meter vom Haus entfernt und nutze ein Gestell, das das Holz vom Boden hebt.
2. Den Holzstapel komplett mit einer Plane abdecken
Eine Plane über dem gesamten Stapel hält zwar Regen ab, schließt aber auch die Feuchtigkeit ein. Das führt zu Schimmel. Decke deshalb nur die Oberseite ab und lass die Seiten frei, damit Luft zirkulieren kann. Achte darauf, dass die Plane schräg gespannt ist, damit Regen abläuft.
3. Holz direkt auf dem Boden lagern
Holz, das direkt auf Erde liegt, zieht Feuchtigkeit und beginnt zu faulen. Außerdem mögen Schädlinge diese Umgebung. Heb dein Holz mit Paletten oder einem Holzregal mindestens 10 cm vom Boden ab – so bleibt es trocken und luftig.
4. Brennholz zu früh ins Haus holen
Wenn du Holz wochenlang im Haus lagerst, bringst du Spinnen, Käfer oder Larven gleich mit hinein. Frisch geschnittenes oder feuchtes Holz erhöht zudem die Luftfeuchtigkeit. Nimm immer nur so viel rein, wie du in 1–2 Tagen brauchst.
5. Keine Luftzirkulation zulassen
Ein zu dichter Stapel verhindert, dass das Holz richtig trocknen kann. Staple es besser locker oder im Kreuzmuster, damit Luft durchzieht. So trocknet es schneller und bleibt schimmelfrei.
6. Das Holz nicht ausreichend trocknen lassen
Frisches Holz (sogenanntes „grünes“ Holz) enthält viel Feuchtigkeit und brennt schlecht. Es sollte mindestens 6–12 Monate trocknen. Achte darauf, dass Sonne und Wind drankommen und das Holz unter 20 % Restfeuchtigkeit hat, bevor du es verfeuerst.
7. Das falsche Holz verwenden
Nicht jedes Holz ist gleich. Weichholz wie Fichte oder Kiefer brennt schnell ab und produziert viel Ruß. Harthölzer wie Buche oder Eiche brennen heißer und länger. Am besten mischst du verschiedene Holzarten, um schnell anzuzünden und gleichzeitig lange Wärme zu haben.
8. Holz in feuchten Bereichen lagern
Keller oder unter Terrassen wirken wie gute Plätze, sind aber zu feucht. Das Holz nimmt Feuchtigkeit auf, schimmelt oder fault. Lagere es lieber draußen, an einem trockenen, sonnigen Platz mit Überdachung und guter Belüftung.
9. Zu viel Holz auf engem Raum stapeln
Wenn du Holz zu hoch oder zu dicht stapelst, kommt keine Luft ran. Das Holz trocknet schlecht und kann sogar umkippen. Staple höchstens 1,2 Meter hoch und lass zwischen den Stapeln Platz für Luftzirkulation.
10. Holz nicht vor Schädlingen schützen
Brennholz zieht Ameisen, Termiten oder Mäuse an. Deshalb: Immer vom Boden abheben, vom Haus fernhalten und nur oben abdecken. Kontrolliere die Stapel regelmäßig und entferne befallenes Holz.
11. Holzvorrat nicht rotieren
Wenn du immer nur neues Holz nimmst und das alte liegen lässt, wird es irgendwann unbrauchbar. Verwende zuerst das älteste Holz und stapel neues immer hinten oder unten nach. So verschwendest du nichts und hast immer optimal getrocknetes Brennholz parat.

