Den Ofen zu reinigen ist eine dieser Aufgaben im Haushalt, die man gern vor sich herschiebt – oder komplett falsch macht. Dabei sorgt ein sauberer Ofen nicht nur für besseres Essen, sondern verlängert auch die Lebensdauer des Geräts. Viele von uns haben sich allerdings schlechte Angewohnheiten angewöhnt, die mehr schaden als nutzen.
Hier sind 10 typische Fehler beim Ofenputzen – und wie du sie vermeidest.
1. Alufolie auf den Rost legen
Viele legen Alufolie auf den Rost, um Tropfen und Spritzer aufzufangen. Klingt praktisch, blockiert aber die Luftzirkulation und kann die Hitze reflektieren. Ergebnis: ungleichmäßig gegartes Essen und mögliche Schäden an den Heizelementen. Besser: eine hitzebeständige Ofenmatte verwenden, die unten im Ofen liegt.
2. Selbstreinigungsfunktion mit Haustieren im Haus
Die Pyrolyse erreicht bis zu 500 °C. Dabei entstehen Dämpfe, die besonders für Vögel, aber auch für andere Haustiere gefährlich sind. Wenn du den Selbstreinigungsmodus nutzt, sollten deine Tiere in einem gut gelüfteten, anderen Raum sein – oder am besten gar nicht im Haus.
3. Ofenreiniger auf heiße Flächen sprühen
Viele denken, dass Reiniger auf heißem Metall besser wirken. Falsch: Chemische Mittel sind dafür gedacht, bei Zimmertemperatur zu arbeiten. Auf heißen Flächen können giftige Dämpfe entstehen oder die Oberfläche beschädigt werden. Also: Immer erst abkühlen lassen.
4. Das Glasfenster ignorieren
Die Ofentür ist schnell voll mit Fett und Spritzern. Wenn du sie nicht regelmäßig reinigst, entstehen hartnäckige Flecken. Misch einfach etwas Wasser mit mildem Spüli oder nimm Glasreiniger – und putze innen wie außen, damit du wieder freie Sicht hast.
5. Die Ofendichtung vergessen
Die Gummidichtung an der Tür ist entscheidend dafür, dass die Hitze drin bleibt. Fett und Schmutz können sie unbrauchbar machen. Reinige sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch und mildem Reiniger – niemals mit scharfen Gegenständen, sonst wird sie beschädigt.
6. Schrubben mit Stahlwolle
Ein Klassiker: hartnäckige Flecken mit Stahlwolle wegschrubben. Problem: Damit zerkratzt du Emaille und Glas, und in den Kratzern setzt sich noch mehr Schmutz ab. Besser: weiche Schwämme oder ein Backpulver-Wasser-Paste nutzen.
7. Roste nicht separat reinigen
Viele putzen den Ofen, lassen die Roste aber drin. Die setzen mit der Zeit ordentlich Fett und Schmutz an. Also rausnehmen, in heißem Seifenwasser einweichen und mit einer weichen Bürste reinigen.
8. Reinigung zu selten angehen
Je länger du wartest, desto mehr brennt sich ein. Spätestens alle paar Monate solltest du den Ofen durchwischen – bei Vielnutzung öfter. Regelmäßiges Putzen erspart dir Großaktionen.
9. Essig und Backpulver falsch einsetzen
Essig und Natron sind beliebt – aber zusammen neutralisieren sie sich. Richtig geht’s so: Backpulver mit Wasser zu einer Paste anrühren, über Nacht im Ofen einwirken lassen, am nächsten Tag abwischen und erst danach mit Essig nachwischen.
10. Abdeckung der Ofenlampe vergessen
Auch die kleine Abdeckung der Lampe setzt mit Fett und Schmutz zu. Dann siehst du dein Essen schlechter. Nimm sie ab, wasch sie mit warmem Seifenwasser und setz sie trocken wieder ein.
11. Ohne Lüften putzen
Beim Reinigen mit Chemie oder beim Selbstreinigungsprogramm entstehen Dämpfe. Fenster auf, Dunstabzug an – so sorgst du für gute Luft während und nach dem Putzen.

