Das Reinigen der Regenrinnen gehört zu den Hausarbeiten, die kaum jemand gerne macht. Trotzdem ist es superwichtig, um Wasserschäden am Haus zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass Regenwasser richtig abfließt. Leider machen viele dabei typische Fehler, die später zu richtig teuren Problemen führen können. Wenn du diese Fallen kennst, sparst du dir Zeit, Geld und Nerven.
1. Hochdruckreiniger benutzen
Ein Hochdruckreiniger ist für viele Flächen top – für Regenrinnen aber viel zu stark. Der Druck kann die Nähte beschädigen, Rinnen ablösen oder sogar Wasser unter die Dachziegel drücken. Besser: Groben Schmutz von Hand entfernen und mit einem Gartenschlauch samt Sprühaufsatz nachspülen.
2. Ohne Handschuhe arbeiten
Blätter, Nägel oder scharfkantiges Metall – in Rinnen lauern jede Menge Gefahren. Ohne Handschuhe riskierst du Schnittwunden und Infektionen durch Bakterien im abgestandenen Wasser. Ein stabiles Paar Gummi- oder Lederhandschuhe schützt dich zuverlässig.
3. Fallrohre nicht freimachen
Nur die Rinne zu reinigen, reicht nicht. Wenn das Fallrohr verstopft ist, staut sich das Wasser zurück und läuft über. Spüle es mit dem Gartenschlauch durch – wenn nichts abfließt, hilft eine Rohrreinigungsspirale oder ein flexibler Stab.
4. Nasses Laub liegen lassen
„Ein bisschen Dreck macht nichts“ – denkste! Nasses Laub verklumpt schnell, blockiert den Wasserfluss und wiegt schwer, sodass die Rinnen durchhängen können. Deshalb immer alles gründlich rausnehmen und danach nachspülen.
5. Sicherheitsregeln ignorieren
Die meisten Unfälle passieren mit der Leiter. Stelle sie immer auf festen, ebenen Boden, nutze im Idealfall einen Leiterstabilisator und halte drei Kontaktpunkte. Und ganz wichtig: Nie zu weit zur Seite lehnen.
6. Falsche oder improvisierte Werkzeuge
Mit Besen oder bloßen Händen kommst du nicht weit. Ein spezielles Rinnen-Reinigungsset mit Schaufel, Schlauchaufsatz oder Teleskopstab erleichtert die Arbeit enorm und macht sie sicherer.
7. Nur einmal im Jahr reinigen
Viele denken: einmal im Herbst reicht. In Gegenden mit vielen Bäumen solltest du aber zwei- bis viermal pro Jahr ran. Regelmäßige Pflege verhindert Verstopfungen und spart dir später teure Reparaturen.
8. Falscher Zeitpunkt
Viele warten bis alle Blätter gefallen sind. Besser ist es, schon früher im Herbst einmal zu reinigen – so verhinderst du Verstopfungen bei starkem Regen. Vermeide außerdem Tage mit Nässe, Wind oder Frost, weil es sonst zu gefährlich ist.
9. Schäden übersehen
Beim Reinigen solltest du immer gleich prüfen: Gibt es Risse, Rost, lose Halterungen oder durchhängende Stellen? Kleine Probleme lassen sich leicht beheben, große Schäden können sonst teuer werden.
10. Tiere ignorieren
Rinnen sind ein beliebter Nistplatz für Vögel, Insekten oder Nagetiere. Wenn du Nester übersiehst, gibt’s schnell Verstopfungen. Achte auf Zweige, Federn oder Kot – und wenn ein Nest bewohnt ist, lass einen Profi ran.
11. Aggressive Hausmittel verwenden
Manche mischen selbst Reinigungsmittel, die zu stark oder ätzend sind. Das kann Metallrinnen angreifen und Beschichtungen beschädigen. Nutze lieber milde Reiniger oder spezielle Mittel für Rinnen – oder einfach Wasser und ein bisschen Essiglösung.

