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Praktische Übungen: 3 Tipps, um dein Ego zu zähmen

Praktische Übungen: 3 Tipps, um dein Ego zu zähmen

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Egoismus ist nie eine gute Eigenschaft, egal, was manche Leute glauben mögen. Demut hingegen ist eine sehr, sehr bewundernswerte Eigenschaft, die das Ego jederzeit übertrifft. Aber wie zähmt man das Ego? Und wie kann man praktische Übungen zur Demut durchführen? Lies weiter, um mehr über die Zähmung deines Egos und praktische Übungen zur Demut zu erfahren.

Angesichts des bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampfes und des zunehmenden Narzissmus unserer Jugend kann man wohl mit Fug und Recht sagen, dass wir als Gesellschaft ein wenig mehr Demut gebrauchen könnten.

Unsere Kultur legt so viel Wert auf äußere Errungenschaften, Aussehen und Selbstverherrlichung – alles Dinge, die bestenfalls flüchtig sind -, dass man sich schon bei einer kleinen Demonstration dieser leisen Tugend wie ein Ertrinkender fühlen kann, der nach Luft schnappt.

Doch warum fällt es uns so schwer, Demut zu zeigen? Liegt es daran, dass wir ihre aktive Demonstration oft als Zeichen von Schwäche missverstehen, obwohl sie in Wirklichkeit ein Hinweis auf eine enorme innere Stärke ist?

Die Antworten können sich in den Erkenntnissen der Wissenschaft über diese Eigenschaft befreien – eine Eigenschaft, die von allen spirituellen Traditionen so sehr verehrt wird, dass viele sie als die Mutter aller Tugenden ansehen.

Verwandt: Die 7 Stufen des Ego-Todes

Warum ist Demut gut?

Wenn ich jemanden finde, der Demut ausstrahlt, entspannen sich meine Schultern, mein Herz schlägt etwas leiser und etwas in mir lässt los.

Und warum? Weil ich weiß, dass ich so gesehen, gehört und akzeptiert werde, wie ich bin – mit allen Fehlern und Schwächen – ein kostbares und seltenes Geschenk, das unsere Schutzmauern fallen lässt.

Wirklich bescheidene Menschen sind in der Lage, uns dieses Geschenk zu machen, weil sie ihre eigenen Stärken und Grenzen sehen und akzeptieren, ohne sich zu verteidigen oder zu verurteilen – eine Kerndimension der Bescheidenheit, die laut Forschern ein starkes Mitgefühl für die Menschheit hervorbringt.

Diese Art der Selbstakzeptanz entsteht dadurch, dass wir unseren Wert in unserem inneren Wert als Mensch sehen und nicht in Dingen wie sechsstelligen Gehältern, dem Körper eines Filmstars, dem Erklimmen der Karriereleiter oder der Anzahl der Freunde auf Facebook. Stattdessen legen bescheidene Menschen Wert auf sinnvollere Dinge, die anderen zugute kommen, wie z.B. edle Eigenschaften.

Sie sehen das Leben auch als Schule und erkennen, dass keiner von uns perfekt ist, aber wir können, ohne unser Selbstwertgefühl zu beeinträchtigen, an unseren Grenzen arbeiten, indem wir offen für neue Ideen, Ratschläge und Kritik sind.

Angesichts dessen, was Wissenschaftler/innen über Demut herausgefunden haben, ist es offensichtlich, dass es nichts für schwache Nerven ist, diese Eigenschaft zu kultivieren, und dass sie auch nicht über Nacht entsteht.

Allein diese Fähigkeit führt zu einer beeindruckenden inneren Stärke. Das stärkste Beispiel dafür ist Gandhi, dessen Autobiografie eine Reise der demütigen Selbstzerfleischung ist. Er sagte einmal: „Ich behaupte, ein einfacher Mensch zu sein, der sich irren kann wie jeder andere Sterbliche auch. Ich gestehe jedoch, dass ich genug Demut besitze, um meine Fehler zuzugeben und meine Schritte zurückzuverfolgen.“

Wenn Gandhi ein Beispiel dafür ist, was ein bescheidener Anführer erreichen kann, dann profitiert die Gesellschaft von dieser Art der Führung. Forscher/innen des „leisen Ichs“ – ein Konstrukt, das der Demut ähnelt – vermuten, dass es geschieht, wenn wir die Kontrolle über unser Ich gewinnen: Wir werden weniger aggressiv handeln, andere manipulieren, unehrlich sein und Ressourcen zerstören.

Stattdessen übernehmen wir die Verantwortung für unsere Fehler und korrigieren sie, hören uns die Ideen anderer an und sollten unsere Fähigkeiten noch in einem bescheidenen Rahmen halten.

Wer würde sich diese Art der Führung für unser Land – und die Welt – nicht wünschen?

Aber die Vorteile der Bescheidenheit gelten nicht nur für unsere Führungskräfte. Neuere Forschungen legen nahe, dass diese liebenswerte Eigenschaft gut für uns selbst und für unsere Beziehungen ist.

Bescheidene Menschen können zum Beispiel besser mit Stress umgehen und berichten von einem höheren körperlichen und geistigen Wohlbefinden. Sie zeigen auch mehr Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit – alles Dinge, die uns anderen nur helfen können.

3 Tipps, um dein Ego zu zähmen und praktische Übungen zu machen

Angesichts dessen, was Wissenschaftler/innen über Demut herausgefunden haben, ist es offensichtlich, dass es nichts für schwache Nerven ist, diese Eigenschaft zu kultivieren, und dass es auch nicht über Nacht geschieht. Aber es scheint, dass eine der großen Belohnungen der Demut die innere Freiheit ist, die Teile, die wir vor uns selbst und anderen zu verstecken versuchen, nicht schützen zu müssen. Mit anderen Worten: Wir entwickeln ein leises, verständnisvolles und mitfühlendes Herz.

Hier sind einige wissenschaftlich fundierte Übungen, wie du mit der Demut beginnen kannst.

1. Nimm deine Menschlichkeit an.

Wenn wir bei etwas scheitern, das uns wichtig ist – zum Beispiel im Job oder in einer Beziehung -, sinkt unser Selbstwertgefühl, weil wir unseren Selbstwert an diese Dinge geknüpft haben. Plötzlich werden wir zu schlechten oder unwürdigen Menschen, und es kann ein langer Weg zur Besserung sein.

Nicht so bei Menschen, die bescheiden sind. Wie bereits erwähnt, beruht ihre Fähigkeit, Misserfolge oder Kritik zu ertragen, auf ihrem Gefühl für den inneren Wert des Menschseins und nicht auf äußeren Mitteln. Wenn sie also bei einer Aufgabe versagen oder die Erwartungen nicht erfüllen, bedeutet das nicht, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Es bedeutet nur, dass sie Menschen sind wie wir anderen auch.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass dieser innere Wert aus einer sicheren Bindung oder einer gesunden emotionalen Bindung bei jemandem entsteht, der uns nahe steht, meist bei unseren Bezugspersonen in der Kindheit. Die Erfahrung von bedingungsloser Akzeptanz und Liebe, vor allem in jungen Jahren, kann als Puffer gegen die Auswirkungen von Kritik oder Versagen dienen.

Leider haben viele von uns in ihrer Kindheit keine sichere Bindung erfahren. Eine Studie ergab, dass satte 40 Prozent der Erwachsenen keine sichere Bindung haben, aber zum Glück bedeutet das nicht, dass wir dem Untergang geweiht sind. Wir können durch gesunde Beziehungen als Erwachsene heilen, z. B. mit Freunden, Liebespartnern oder sogar mit einer höheren Macht.

2. Übe dich in Achtsamkeit und Selbsteinfühlsamkeit.

Heutzutage scheinen Achtsamkeit und Selbsteinfühlsamkeit das Gegenmittel für viele unserer inneren Leiden zu sein. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, ohne sie Demut zu entwickeln.

Wissenschaftlern zufolge haben demütige Menschen ein genaues Bild von sich selbst – sowohl von ihren Fehlern als auch von ihren Gaben – was ihnen hilft, zu erkennen, was in ihrem Inneren verändert werden muss.

Achtsamkeit stärkt unser Selbstbewusstsein, indem sie uns die Erlaubnis gibt, innezuhalten und unsere Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, ohne sie zu beurteilen (wenn wir beurteilen, was in uns vorgeht, zeichnen wir ein verzerrtes Bild von uns selbst).

Je mehr wir uns unseres Innenlebens bewusst werden, desto leichter können wir erkennen, wo uns ungesunde Glaubenssätze und Handlungen einschränken könnten. Um die Teile in uns zu erkennen und zu akzeptieren, die Schaden anrichten und die wir ändern müssen, brauchen wir Selbsteinfühlsamkeit oder einen freundlichen und verständnisvollen Umgang mit uns selbst.

Wenn wir akzeptieren, was verändert werden muss, können wir den Prozess der Veränderung beginnen. Ich liebe den Spruch eines weisen Weisen: „Wenn du in einem dunklen Raum bist, solltest du nicht mit einem Stock auf die Dunkelheit einschlagen. Schalte lieber das Licht an.“ Mit anderen Worten: Ersetze sanft und geduldig einen negativen Gedanken oder eine negative Handlung durch eine positive und mit der Zeit können wir die Person, die wir einmal waren, gar nicht mehr erkennen.

Verwandt: 9 Wege, dein Ego zu überprüfen, wenn es außer Kontrolle ist

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3. Drücke Dankbarkeit aus.

„Danke“ zu sagen bedeutet, dass wir die Geschenke, die in unser Leben kommen, anerkennen und damit auch den Wert anderer Menschen. Ganz einfach: Dankbarkeit macht uns weniger egozentrisch und konzentriert sich mehr auf die Menschen um uns herum – ein Markenzeichen von bescheidenen Menschen.

Eine kürzlich durchgeführte Studie hat sogar befreien können, dass Dankbarkeit und Demut sich gegenseitig verstärken. Dankbarkeit auszudrücken, kann Demut in uns auslösen, und demütige Menschen haben eine größere Fähigkeit, Dankbarkeit zu vermitteln.

In dieser Studie wurden sowohl Dankbarkeitsbriefe als auch Dankbarkeitstagebücher verwendet – leicht durchzuführende praktische Übungen, die auf der Website des GGSCGreater Good in Action genauer beschrieben werden.

Vielleicht liegt der Schlüssel zur Demut darin, das Leben als eine Reise zu sehen, auf der wir die Eigenschaften kultivieren, die das Beste in uns selbst und in anderen zum Vorschein bringen und diese Welt zu einem besseren Ort machen.

Und diese Reise ist nicht nur für den Durchschnittsmenschen, sondern auch für viele unserer größten Führungspersönlichkeiten eine Reise, die sie angetreten haben. Um mit den Worten von Nelson Mandela zu schließen, der es wusste: Demut:

„Wie ich schon sagte, ist das Wichtigste, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Du kannst keinen Einfluss auf die Gesellschaft haben, wenn du dich nicht selbst verändert hast… Große Friedensstifter sind alle Menschen mit Integrität, Ehrlichkeit und Demut.“

Willst du mehr über die Zähmung deines Egos und praktische Übungen zur Demut wissen? Schau dir das Video unten an!

Autor

  • Hallo! Ich bin ein in Frankfurt ansässiger zertifizierter Life Coach und Vertreter mentaler Gesundheit. Ich bin jemand, der seinen Weg durch das Leben finden will. Ich lese gerne, schreibe auch und reise gerne. Ich würde mich als einen Kämpferin bezeichnen, eine Philosophin und Künstlerin, aber alles in allem, bin ich ein netter Mensch. Ich bin eine Naturbezogene Person, jedoch, sehr verliebt in Technologie, Wissenschaft, Psychologie, Spiritismus und Buddhismus.Ich arbeite mit allen Arten von Menschen, um ihnen zu helfen, von deprimiert und überwältigt, zu selbstbewusst und glücklich in ihren Beziehungen und in ihrer Welt, zu gelangen. Im Bereich meiner Interessen, sind auch die Kriegskunst und Horrorfilme. Ich glaube an positive Taten mehr, als an positives denken.

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